Freitag, 27. Oktober 2017

Manchmal ist es schön, dass du mich liebst

Manchmal ist es schön, dass du mich liebst von Marie Mareille

Penguin Verlag
10€
321 Seiten

Inhalt

Die Freundinnen Chloé und Constance sind so unterschiedlich, wie sie nur sein könnten. Doch in einem sind sie sich einig: Es muss sich endlich etwas ändern in ihrem Leben. Für die nächsten sechs Monate schließen sie einen Pakt – während die schüchterne Constance in Paris versucht, die Liebe zu finden, will Chloé in einem kleinen Dorf im Bordeaux einen Roman schreiben und sich um ihre kranke Großmutter kümmern. Und endlich ihren Exfreund vergessen! Aber die idyllischen Weinberge halten so manche Überraschung für Chloé bereit. Denn manchmal muss man nur aufhören zu suchen, um endlich das Glück zu finden ...

Meine Meinung 
 Das farblich schön gestaltete Cover lässt einen leichten Frauenroman erwarten.  Der flüssige Schreibstil lässt den Leser schnell in das Buch eintauchen. Er erlebt die Geschichte abwechselnd aus Chloes und Constance Sicht. Beide Protagonisten sind mir unheimlich sympathisch gewesen. Ich flog nur so durch die Seiten.
Sowohl die Darstelltu g der Unterschiede Beider, als auch des Handlungsortes machten es zu einer wahren Freude die Seiten zu lesen.
Für mich ein wunderbar humorvolles und zugleich wunderbar leichtes Buch über zwei Freundinnen und deren Weg. 

Die Liebe zum Regen

Die Liebe zum Regen von Claire Hoffmann

Diana Verlag
Broschiert 14,99€
304 Seiten

Inhalt:
In Veras wohlgeordnetes Leben bricht aus heiterem Himmel das Chaos ein. Hals über Kopf flüchtet sie nach England – als Au-pair. Ziemlich gewagt mit 57 Jahren. Doch auch in London ist die Welt nicht heil. Drei eigensinnige Mädchen machen es ihr alles andere als leicht, der Vater glänzt durch Abwesenheit, und sie spürt, dass die Familie ein Geheimnis hat. Als Vera beschließt dahinterzukommen, muss sie erkennen, dass sich auch ihre eigenen Wahrheiten nicht ewig vertagen lassen.

Meine Meinung 

 Ich habe mich sehr auf dieses Rezensionsexemplar gefreut und sofort gelesen.  Ich wurde nicht enttäuscht.  Ich erwarte einen humorvollen und zugleich schwungvollen Roman. Genau dies habe ich bekommen. 
 Eine Frau in den besten Jahren schließt mit ihrer langweiligen Ehe ab und wagt den Neuanfang . 
 Sie beschließt als Au-pair-Mädchen zu arbeiten und entdeckt sich und ihr Möglichkeiten völlig neu.
 Die Autorin beschreibt sowohl die Charaktere als auch das besondere Flair der Stadt London eindrucksvoll. Die Herausforderung sich um drei Kinder zu kümmern, jedoch keinerlei Erfahrung auf diesem Gebiet zu haben ist besonders gut dargestellt. Alle Charaktere des Buches wachsen dem Leser ans Herz. 
 Ein schwungvoller Roman der eben nicht die klassischen Frauen Klischees erfüllt und neugierig macht. Ich freue mich auf das nächste Buch der Autorin. Es war mir ein Vergnügen diese Geschichte lesen zu dürfen . 

Die Kinder von Wulf Dorn

Die Kinder von Wulf Dorn 

Heyne Verlag
Broschiert 16,99 €
320 Seiten 

Inhalt:
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Meine Meinung 
 Es war mein erstes Buch von Wulf Dorn ich habe mich dementsprechend auf dieses Buch gefreut. Leider wurde ich etwas enttäuscht. Der Autor konnte mich nicht vollständig überzeugen, da ich mit mehr Spannung und  psychologischen Geschick gerechnet habe.  Es fiel mir schwer in die Geschichte hinein zu kommen.   Erster circa der Hälfte des Buches stellte sich ein flüssiger Lesefluss ein. Bis dahin waren Handlungen Charaktere und Wendungen in der Geschichte für mich nicht eindeutig dargestellt. Das Ende des Buches war für mich mit dem Schwarm von Frank Schätzing vergleichbar.
 Der Schreibstil war flüssig.  Die Charaktere wie zum Beispiel Laura Schrader waren gut ausgearbeitet und detailliert dargestellt.   Das Ende entwickelte sich leider in eine sehr fantastische und übernatürliche Richtung. Von einem Thriller habe ich das nicht erwartet. Eventuell waren meine Erwartungen zu hoch und wurden deshalb enttäuscht. Da ich gerne und häufig Thriller lese, habe ich einige Vergleichsmöglichkeiten. 
  Wer kein rein psychologisches Geschick oder blutiges Handeln erwartet wird nicht enttäuscht. Ein guter Thriller mit einer guten Grund Idee, jedoch nicht eins zu eins gut umgesetzt. Für mich bekommt dieses Buch  3,5 Sterne. 
  Ich werde dem Autor noch eine Chance geben und ein anderes Buch von ihm lesen. 

Sonntag, 17. September 2017

Hygge

Hygge die dänische Art glücklich zu leben



Mosaik Verlag
gebunden 16,00€
192 Seiten

Inhalt:
Die Dänen sind das glücklichste Volk der Erde – laut Weltglücksbericht der Vereinten Nationen. Ihr Glücksrezept heißt „Hygge“. Dahinter verbirgt sich die gemütliche Art zu leben: sich genug Zeit zu lassen für die wichtigen Dinge, das Leben nicht so schwer zu nehmen, gesellig zu sein und lustvoll zu genießen. Louisa Thomsen Brits erklärt in diesem kleinen, kompakten Buch, wie das den Dänen seit Jahrhunderten gelingt und wie auch wir mit „Hygge“ ein wenig glücklicher werden.

Meine Meinung:

Das Cover des Buches ist schlicht und in verschiedenen Grautönen, ansprechend gestaltet,
Ich wurde neugierig durch den aktuellen Hype um das dänische Lebensgefühl und wollte mich einmal belesen was es damit auf sich hat.
Zunächst wird der Begriff Hygge erklärt und was es damit auf sich hat. Das fand ich als Einstig ganz gut, da man gar nicht so recht weiß woher der Begriff kommt und warum er aktuell so verbreitet ist.
Letztendlich geht es darum sich wohl zu fühlen an Ort, mit Personen und schließlich in seinem Leben. Es geht um eine bewusste Lebensart und das Wahrnehmen von guten Momenten.
Es geht darum sich auf sein eigenes Wohlbefinden zu konzentrieren und weniger darauf, was andere Menschen oder die Gesellschaft aktuell erwartet. Leider wiederholt sich einiges im Buch.
Es war interessant zu lesen, wird aber das einzige Buch zu diesem Thema bei mir bleiben, da ich einfach wenig auf Lebensratgeber und Ähnliches baue.
Trotzdem netter Zeitvertreib und verdiente 4 von 5 Herzen.

Rebus von Ian Rankin

Rebus von Ian Rankin 



Goldmann Verlag 
Broschiert 12,99€
768 Seiten


Inhalt:
Einen wie Rebus gibt es kein zweites Mal. Seit fast drei Jahrzehnten macht der ebenso geniale wie streitlustige Detective Inspector Edinburgh unsicher, nicht ohne dabei Freunden wie Vorgesetzen unendlich auf die Nerven zu gehen. Von seinen Feinden ganz zu schweigen. Die in diesem Band versammelten Geschichten, von denen zehn erstmals auf Deutsch erscheinen, beleuchten die Stationen seines Lebens, von seinem allerersten Fall bis hin zu seiner dramatischen (und zum Glück nur vorläufigen) Pensionierung. Einmal mehr beweist Ian Rankin hier, dass ein Krimiregal ohne den schottischen Kultkommissar theoretisch zwar möglich, aber sinnlos ist.

Meine Meinung:
Als eingefleischter Rebus Fan habe ich das Buch innerhalb von 3 Tagen durchgelesen und war, wie immer, überglücklich in diesen Lesegenuss gekommen zu sein.
Rankin erzählt verschiedene Kurzgeschichten zu seinem Kultinspector, in denen er ihn auf so menschliche, anschauliche und interessante Art und Weise beschreibt, wie kein Anderer!
Rankin hat Rebus nicht nur als Mensch dargestellt, sondern seine Eigenarten und seine unkonventionellen Ermittlungsmethoden humorvoll und packend beschrieben. 
Natürlich fehlt auch die Beschreibung von Edinburgh nicht und macht das Buch zu einer ausgesprochen guten und runden Sache. 
Auch wer bisher keine Rebus Krimis kennt kann dieses Buch lesen und wird mit Sicherheit infiziert und will weiterlesen! 
Rankins Schreibstil ist gewohnt bildhaft, humorvoll und einfach klasse.
Dieses Buch verdient 6 von 5 Herzen!!!

Die Frauen von Salem

Die Frauen von Salem von Bunonia Berry


Die Frauen von Salem: Roman

btb Verlag 
608 Seiten
TB 9,99 €

Inhalt:
Salem, Neuengland: drei tote Frauen, ein kleines Mädchen als Augenzeugin und eine bekannte Historikerin unter Mordverdacht – ein Fall, der nie ganz gelöst werden konnte. Auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahre nach dieser unheilvollen Nacht, an Halloween 2014, wird wieder ein Mord verübt. Erneut wird Rose Whelan verdächtigt, der man damals jedoch nichts nachweisen konnte. John Rafferty, Polizeichef in Salem, untersucht den aktuellen Fall und rollt im Zuge der Ermittlungen auch diesen berühmtesten Cold Case der Stadt wieder auf. Callie Cahill, das Mädchen, das damals verschont wurde und später Salem verließ, erfährt aus dem Fernsehen von dem Mord – und kommt zurück in ihre Heimatstadt, denn sie muss beweisen, dass Rose nicht die Täterin sein kann. Rose, die Frau, bei der sie aufwuchs, die ihr einst so nahe stand. Sie kann es einfach nicht gewesen sein – weder damals noch heute. Oder etwa doch?

Meine Meinung:
Ich habe einen Krimi mit historischen Fakten erwartet, traf jedoch auf eine mystische Geschichte, die die Autorin spannend in historische Fakten eingewoben hat. 
Die Autorin schreibt sehr bildhaft und wirklich spannend, allerdings trübten einige Längen meine Lesefreude und mir persönlich war die Geschichte zu fiktiv und zu verwoben. Spannung war definitiv vorhanden. allerdings teilweise recht undurchsichtig. Ich hatte Mühe der Handlung zu folgen und das Geschehen, die Personen und die historischen Fakten mit dem gesamten Plot zu verbinden.
Callie ist mir als Protagonisten sehr sympathisch gewesen. Sie versucht den Mord an ihrer Mutter zu verarbeiten. Zudem gefiel mir der Ermittler Rafferty gut. Sein Charakter war ausführlich und vielschichtig dargestellt. 
Auch der Ort Salem wurde mystisch esoterisch und letztlich geheimnisvoll dargestellt und machte neugierig, was es mit den Morden auf sich hat.
Leider hätte das Buch wirklich gut um die Hälfte kürzer sein können, da einige Stellen einfach als Lückenfüller wirkten.

3 von 5 Herzen

Mittwoch, 30. August 2017

Stadt der Intrigen

Stadt der Intrigen von Christina Kovac

Stadt der Intrigen

Penguin Verlag
TB 10,00€
417 Seiten

Inhalt:
Der Weg zur Macht ist mit Lügen gepflastert

Washington, D.C. – Stadt der Macht, Stadt der Intrigen. In der von Männern beherrschten Nachrichtenwelt hat es Virginia Knightly als Fernsehjournalistin bis fast nach ganz oben geschafft. Sie ist talentiert, ehrgeizig, und sie hat eine Gabe: Wenn sie ein Bild einmal vor Augen hatte, vergisst sie es nie wieder. Als ihr das Foto einer verschwundenen Frau auf den Schreibtisch gelegt wird, weiß sie, dass sie diese schon einmal gesehen hat. Nur wo? Virginia beginnt zu recherchieren. Noch ahnt sie nicht, dass sie sich in Machtspiele verwickelt, die bis in die höchsten Ränge reichen – und die auch ihr Leben bedrohen.
Meine Meinung:
Wieviel Politik und MAcht steckt in diesem Thriller? Neugierig gemacht wollte ich es unbedingt herausfinden und wurde nicht enttäuscht.
Schnell und ohne umschweifendes Geplänkel stecken wir mitten in der Story und recherchieren mit Virginia wer die verschwundene Frau ist und was hinter ihrem Verschwinden steckt.
Virginia fand ich einen unheimlich gut dargestellten Hauptcharakter, der ohne Überlänge dezent beschrieben und klasse in die Handlung verwoben während dem Lesen immer näher an den Leser heran kommt. Man hat das Gefühl sie scheibchenweise kennen zu lernen, ohne dabei mit unnötigen Details vergrault zu werden.
Besonders beeindruckt hat mich an diesem Debüt, dass es vor allem durch seinen wirklich tollen und wendungsreichen Spannungsbogen nicht langweilig wird und der klare Schreibstil das Lesen zu einem wahren Genuss macht.
Neben Virginia sind alle Charaktere ähnlich gut ausgearbeitet und die vielen Wendungen machen es fast unmöglich das Ende zu erahnen. Konflikte und Krisen erlebt der Leser mit, jedoch kann er sich keinen Reim auf die weitere Handlung machen.
Ich war einfach gefesselt und musste lesen, lesen und lesen bis ich leider auch schon am Ende des Buches angekommen war, dessen Ende mich überrascht hat!
Ein tolles, lesenswertes und hoffentlich bald mit weiteren Büchern gekröntes Debüt!